Mittwoch, 17. März 2010
Lumpiges Laster: Die Lüge

Nirgends wird so oft gelogen wie im Beruf. Warum wir flunkern.

Ich verehre meinen Chef! Und ich liebe meinen Sachbearbeiter im Finanzamt! Gelogen? Was denken Sie? Aber Vorsicht, bevor Sie den Daumen nach unten neigen: Kann doch sein, dass man ein hoch emotionales Verhältnis zur Finanzverwaltung unterhält. Wieso nicht? Was spricht denn dagegen?

Und selbst - nur mal hypothetisch gedacht - wenn die Sache mit dem Chef und der Verehrung nicht so hundertprozentig stimmen sollte, dann läge sie doch immerhin im Trend: Denn nirgends wird so oft gelogen wie im Beruf.

Der Mensch lügt von morgens bis abends. Los jedenfalls ging es schon im Paradies mit einem verführerischen Gesäusel: "Ihr werdet sein wie Gott", sagte die Schlange zu Adam und Eva. Die aßen die Frucht vom verbotenen Baum in der Mitte des Gartens Eden - mit den bekannten Folgen. Die Ursünde, ausgelöst durch eine Urlüge - pikanterweise unter dem "Baum der Erkenntnis".

Wer wollte da noch widersprechen? Obwohl, wo wir gerade beim Glauben sind: "Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten!" lautet das achte der Zehn Gebote. Und "lügnerische Lippen sind dem Herrn ein Gräuel" heißt es in den Sprüchen Salomos.

Mein Chef, den ich bekanntlich verehre, hat aber gesagt, ich soll jetzt Schluss machen. Er glaubt, dass ich mir diese Geschichte selber ausgedacht habe. "Ganz ehrlich!", habe ich ihm dies auch versichert ...

Auszug aus: www.ksta.de/...

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Dienstag, 16. März 2010
Beppo und Lellepeppl (14)

treffen sich auf der Strasse und unterhalten sich über dies und das.

Beppo: "Ein Gewissen ohne Weichspülerflasche ist mir so fremd, wie ein Norwegen ohne Kastagnetten."
Lellepeppl: "Spanien meinst oder?"

Beppo: "Nein, ich meine Norwegen. Dort war ich noch nie. Ein Norwegen ohne Kastagnetten ist mir daher genauso fremd wie ein Norwegen mit Kastagnetten."
Lellepeppl: "Du redest wirr, geh frische Luft schnappen."

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Montag, 15. März 2010
Sie wollen Schwabe werden? (3)

Folgende Punkte erleichtern die Integration ungemein:

Nehmen Sie die Kehrwoche bitterernst

Bei diesem schwäbischen Ritual samstäglichen Putzwahns werden Sie von allen Nachbarn am Anfang argwöhnisch beäugt, wie Sie es mit dem Putzen halten. Lesen Sie die Hausordnung intensiv durch und fragen am besten bei den Nachbarn nach, ob es irgendwelche Besonderheiten gibt. Sie wandeln auf einem sehr schmalen Grat! Putzen Sie zuviel, wird es heißen "Dia wellad ons wohl zoiga, dass mir Dreggsäu send?", bleiben aber Flächen ungereinigt, werden sich die Nachbarn zuraunen "Dia miassad's buddza au no lärna!".

Wichtig ist es vor allem, die Kehrwoche öffentlich durchzuführen, wischen Sie daher am besten die Treppe zu Zeiten, wenn alle das Treppenhaus benützen. Stöhnen Sie dabei leise vor sich hin, wirkungsvoll sind einige Wassertropfen als Schweißersatz auf der Stirne. Knallen Sie den Schrubber lautstark in alle Ecken, damit jeder im Hause hört, dass hier "anschdändig" gearbeitet wird. Stauben Sie wöchentlich sämtliche Einmachgläser, die im Keller herumstehen, ab, die leeren auch von innen! Ferner wird der Velourteppich nach dem Staubsaugen mit einer speziellen Bürste von den Streifen befreit, die die Rädchen des Staubsaugers hinterlassen haben.

Quelle: www.schraegstrichpunkt.de/...

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