Die Falter
Mehr als 90% der Deutschen sind Falter. Sie legen die Blättchen zusammen, bevor sie ihre Kimme reinigen. Falter bevorzugen mehrlagiges, dickes und reißfestes Papier. Da punktuell ein starker Druck auf das Papier ausgeübt wird, muss die Struktur ausgeprägt sein, sonst: Finger im Po. Wir Deutschen denken deshalb oft in Lagen. Je mehr, desto besser. Es gibt 2-, 3- und 4-lagiges Papier. Ich habe auch schon von 5-lagigem Papier gelesen, aber noch nicht gesichtet/getestet. Je mehr Lagen, desto weniger Blatt pro Rolle und desto höher deren Verbrauch. Ich kaufe immer nur 2-lagiges Papier.
Die Knüller
Ca. 6% der Deutschen, rund 30% der Engländer, die meisten Franzosen und fast alle Amerikaner hingegen sind überzeugte Knüller. Sie formen das Papier zu einem fluffigen Ball und stehen deshalb auf dünnes, sehr weiches Papier, das am besten einlagig ist. Deshalb ist das amerikanische Klopapier sehr flach und hat kaum eine Struktur. Als instinktiver Falter habe ich in den USA immer wieder Probleme.
Die Wickler
Die Wickler greifen zum gleichen Papier wie die Knüller, allerdings ist deren Verbrauch wesentlich höher. Sie greifen das erste Blatt mit Daumen und Zeigefinger und wickeln das Papier mehrere Male um ihre Hand, bevor diese durch die Ritze geschoben wird. Ich habe diese Technik noch nie ausprobiert und kann mir irgendwie nicht vorstellen, wie dieses Gebinde wieder von der Hand entfernt wird.
Die Einzelblattabreißer
Zuletzt gibt es noch die Einzelblattabreißer. Sie verwenden die gleiche Qualität wie die Falter. Der einzige Unterschied besteht darin, dass sie eben nicht an der Perforation falten, sondern Blatt für Blatt abreißen und ordentlich aufeinander legen. Wo Falter durch Knicken an beliebiger Stelle die Größe an ihre Handfläche anpassen können, sind die Einzelblattabreißer recht starr und haben daher meist kleine Hände, deren Größe der eines einzelnen Blattes entspricht.
Einzelblattabreißer und Wickler sind sehr selten und quasi vom Aussterben bedroht.
Feuchtes Papier wird übrigens den Kosmetikartikeln und nicht dem Klopapier zugeordnet. Da die Bläter aber einzeln gelagert sind, kann man allein deshalb bei den Konsumenten von Einzelblattabreißern sprechen.
Und jetzt noch einige Zahlen: In Deutschland gibt es mehr als 85 Klopapiersorten und im Jahr 2004 wurden 780 Millionen Euro damit umgesetzt (ohne Aldi). Rund 4% der Deutschen kaufen kein Klopapier. Die haben wohl noch Zeitungen oder historisches Equipment im Einsatz.
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Am Nachmittag sollte auch noch die Fahrt zum Flughafen stattfinden, aber vorher eben der andere Besuch.
Es hat also pressiert. Koinboin wegen seiner Pünktlichkeit bekannt war schon ganz fickerich wegen der Flughafen-Taxifahrt.
Petros machte keine Anstalten sich entsprechend dem bevorstehenden Ereignis anzuziehen. Hose, Hemd, Badelatschen, das war's. Auch wurde kein Taxi bestellt, sondern man ging in Richtung der Hauptstrasse, die ins Stadtinnere führte, in der Hoffnung unterwegs ein vorbeifahrendes Taxi anhalten zu können, und das zur Zeit der griechischen Mittagsruhe. Ungeduld führt nicht zum Ziel.
Nichts..., ungeduldiges Warten an einer Strassenecke, Leute auf einem Balkon angesprochen, sollten doch mal ein Taxi bestellen, aber oh Wunder, endlich, nach einer halben Stunde hat's geklappt, ein Taxi hielt an...
Vor der Wohnung der Brautfamilie angekommen - Schwiegermutter, Schwiegermuttermutter und Braut - standen wartend auf dem Balkon. Kurze Begrüssung im Wohnzimmer, das halb von einer Bar eingenommen wurde (hunderte Flaschen allen Kalibers, schliesslich war der leider verstorbene Brautvater Kapitän), die Sitzplätze waren im Dreieck angeordnet - Thomai, Koinboin auf dem Sofa und Schwiegermutter, Schwiegermuttermutter und Petros mit Braut auf Stühlen. Das Gespräch wurde natürlich griechisch geführt, Koinboin fast unbeteiligt nur Beisitzer, verstand ohnehin nur Bahnhof. Zur Not ein paar englische Brocken.
Als Gesprächsauftakt wurde zuerst von einer Dreistigkeit Petros' berichtet. Kein Geld, aber Hunger macht erfinderisch. Petros geht in ein Restaurant, lässt auftischen, als es ans Bezahlen ging, offenbart er kein Geld zu haben, aber man könne seiner zukünftigen Schwiegermutter anrufen, die dann käme und die Rechnung bezahlen würde. So kam es dann auch, ohne Folgen für den Pseudo-Zechpreller.
Petros hoffte auf seine Mutter, die kannte keine Gnade und äusserte sich so: Wenn Sie ihn haben wollen, dann nehmen Sie ihn doch.
Im Laufe des Gesprächs wurde Thomai als vom Schicksal begünstigte Frau hingestellt, die einen deutschen Mann, sich geangelt hätte, das würde die Schwiegermutter in spe auch anstreben.
Kurz und schmerzlos war die Zusammenkunft zu Ende, ohne ein sichtbares Ergebnis, und es ging zurück ins eigene Quartier und von dort zum Flughafen mit der Folge, dass der Abflug wegen eines plötzlichen Streiks von Nachmittag auf die späte Nacht verschoben werden musste.
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- Mondfähre an Bodenstation, Mondfähre an Bodenstation ... die Russen sind bereits da und sind dabei den Mond rot anzupinseln! Was sollen wir tun?
Nach langer Pause:
- Bodenstation an Mondfähre - ruhig verhalten bis die Russen fertig sind und dann Coca Cola draufmalen!
Quelle: www.humor.li/joke.asp...
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