Donnerstag, 2. April 2009
Der gemeine Furz

In der S-Bahn, im Kino oder am Bankschalter, überall kann es einen unerwartet treffen und abhängig von der Intensität bemerkt es keiner der umstehenden Menschen oder aber es wird äußerst peinlich: Der gemeine Furz!

Wer kennt das nicht: Man hat so einen Blähtag hinter sich, nutzte jeden Moment an der frischen Luft, um den rumorenden Därmen Erleichterung zu verschaffen, aber irgendwann kommt der Augenblick, an dem ein unerwarteter Überdruck einfach so verpufft. Und natürlich genau dann, wenn man nicht alleine, wohlmöglich sogar mit vielen Menschen zusammen in einem Raum ist. Das Geräusch kann man vielleicht durch einen spontanen Hustenanfall übertönen, aber der Geruch zieht unweigerlich von Dannen. Mit etwas Pech war es einer dieser warmen Fürze, die am extremsten riechen. Kann man eigentlich Gerüche messen? Aber wie?

Die wissenschaftliche Einheit für Gerüche heißt “Olf”. Ein durchschnittlicher Mensch mit einer Hautoberfläche von 1,8 m2, der 0,7 Bäder am Tag nimmt, riecht beim Sitzen mit der Intensität von 1 Olf.

Vergleichswerte:
starker Raucher = 25 Olf
Athlet nach dem Sport = 30 Olf

Die Qualität eines Geruchs wiederum wird in Dezipol berechnet. Ein Dezipol erechnet sich aus der Luftverunreinigung von 1 Olf pro 10 Liter reiner Luft pro Sekunde.

Kennt Ihr die Bettfürze, die im Winter erst angenehm wärmen und dann irgendwann die Bettdecke nach oben und Euch mit geschätzten 80 Olf direkt in die Nase ziehen? Die Decke einmal kurz gelüftet, der Stinker ist verschwunden, aber man wünscht sich doch irgendwie die wohlige Wärme zurück…

Quelle: http://kackblog.net/klugscheissen-leicht-gemacht...

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Mittwoch, 1. April 2009
Der entwurzelte Koinboin
Jahrzehntelang hat Koinboin sich einen Platz für die Zeit nach der Pensionierung geschaffen, aber das Schicksal wollte es anders. Wennn man so will, jetzt ohne Heimat, heimatlos, entwurzelt, ungeborgen, fremden Kräften ausgeliefert, nicht mehr allein handeln könnend, je nach Stimmung mutlos.

Wenn sich Koinboin überlegt, was er nicht mehr kann, wie anderen in den Arsch treten, sein Bett machen, Bucheckern sammeln, Fussballspielen, Garten umgraben, Holzhacken, Obst pflücken, Radfahren, Schnee räumen, Unkraut jäten und vieles mehr.

Wenn sich Koinboin überlegt, was er nicht mehr braucht, wie Strümpfe, Socken, Schuhe, Fahrrad und vieles mehr.

Im Grossen und Ganzen sitzt er hier fest, hat keine besonders grosse Auswahl.

Selbst ein Schwerbehindertenausweis hilft nicht weiter. Was nützen Freifahrten in Bussen und Bahnen, wenn immer eine Begleitperson zur Verfügung stehen muss. So sind verwitwete Personen doppelt bestraft.

Das Kernproblem als Rollstuhlfahrer sind die Toilettengänge, selbst im stillen Kämmerlein ist das eine Prozedur für sich.

Was bleibt sind die Erinnerungen an früher, Ehe, Kinder, Urlaube oder gar eine neue Brieffreundschaft oder bloggen.

Man muss versuchen, das Gefühl des entwurzelt sein, des sich ohne Heimat fühlen, des ungeborgen und wurzellos sein, zu überwinden. Es wäre schon viel geholfen, wenn die Nachtruhe von Mitbewohnern mit vielleicht ähnlichem Schicksal, eingehalten würde.

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Dienstag, 31. März 2009
Die Kunst, morgens nicht in der Klappse gelandet zu sein
Was war das wieder für eine schreckliche Nacht. Koinboin ist ganz gerädert, war im Mittelalter eine oft angewandte Foltermethode. Elf Uhr nachts, das Getöse beginnt auf dem Gang. Tür schlagen, heute auch mal was Neues, Schimpfrufe aus dem Fenster, Arschloch, Drecksau, Drecksarschloch, ich weiss wer meinen Schmuck gestohlen hat...

Es gibt kein probates Mittel gegen diesen Zustand, ausser die Einrichtung unternimmt was, Abmahnung wird wohl nichts bewirken, Psychopharmaka zur Ruhigstellung, muss der Arzt bestimmen. Auf jeden Fall muss hier irgendwas geschehen.

Ruhepause.

Neuer Anlauf, auf zum Getöse. Ist ja nicht so, dass das Ganze in Koinboins Unterbewusstsein abläuft. Nein, er ist komplett wach. Koinboin dreht sich von einer Seite zur anderen und kommt einfach nicht zur Ruhe... zwischendurch wird die Toilettenspülung betätigt... hört sich an als wenn ein Tsunami unterm Bett schwallartig durchbraust. Koinboin nestet wie die Schwaben sagen.

In regelmäßigen Abständen wird Koinboin wach. Erneuter Radau. Halb zwei. Türe schlagen, berstendes Holz.

Ach so, das hat Koinboin noch nicht gesagt, eine Frau ist's. Will eine ehemalige Rotekreuzschwester gewesen sein.

Heute morgen halb sieben, auf dem Gang Gekläpper wie beim Holzschuhtanz. Es ist überstanden. Wie gesagt, Koinboin fühlt sich wie erschlagen. Koinboin kommt kaum aus dem Bett und will sich am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und auf gar nichts reagieren, sich einfach verkriechen, wie in ein Schneckenhaus.

Auf jeden Fall, Koinboin ist nicht in der Klappse gelandet...

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