Geschirr meint im Schwäbischen nicht nur Messer, Gabeln und Löffel, sondern auch die Werkzeuge wie Hacken, Schaufeln, Spaten, Forken, Äxte, Beile, Sägen, außerdem die Gerätschaften, die man zum anschirren der Zugtiere brauchte, Kummet, Halfter, Joch, Siele usw., das Pferdegeschirr eben.
Dieses Geschirr wurde in der Geschirrkammer aufbewahrt. Aber wenn die Kammer eben nicht im Haus war, sondern ein eigenes Hüttchen hinter dem Haus, dann findet man leicht die Bezeichnung Geschirrhütte passabel.
Wenn ein Handwerker in der Ostschweiz auswärts arbeiten geht, nimmt er das Gschier mit, also die Werkzeuge. Gschier heisst auch das Zaumzeug der Zugtiere.
Wenn einer den Inhalt seiner Unterhosen sortiert, so sagte man auch: Er richtet sein Geschirr!
Quelle: www.wer-weiss-was.de/theme197/...
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Während Koinboins Realschulzeit 1952 hat sich in einer zwei Jahren älteren, höhren Klasse das nun folgende ereignet.
Ein Lehrer, der auch später Koinboins Klassenlehrer wurde, hatte einen Schüler so auf dem Kieker, dass sich dieser in einen Kratersee des Wesergebirges bei Porta Westfalica stürzte und so Suizid beging.
Ausserhalb der Stadt, vor dem Glacis, hatte dieser Lehrer, aus einer begüterten Bauernfamilie, eine Villa mit angrenzendem Obstgarten. Die Villa war nach den Zweiten Weltkrieg unteranderem von den Engländern besetzt.
Einige der betroffenen und geschockten Klassenkameraden sannen auf Rache und haben dann eines Nachts alle Obstbäume des Lehrers in Kniehöhe ab-, um-, weggehackt.
Das Ende vom Lied: Jugendknast.
Koinboin hat sich eingedenk dieser Tat bei seiner Schulabschluss-
feier nicht durch Handschlag von diesem, seinem Klassenlehrer, bedankt und verabschiedet, was sogar Koinboins Vater begrüsste...
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1. In der Kaufmannssprache bezeichnet man seit dem 17. Jahr-
hundert die Waren mit f, d.h. 'fino' = fein, und mit ff, d.h. 'finissimo' = sehr fein. So scheint unter anderem Jeremias Gotthelf die Redensart anzuwenden, der einmal sagt, 'daß die Leute Preise stellten aus dem FF'.
2. In der Terminologie der Musik bedeutet f = forte, d.h. laut, ff = fortissimo, d.h. sehr laut. Daran ist offenbar gedacht in der schwäbischen Redensart 'Man wird's dir aus dem ff geigen', etwas Besonderes machen. Wie auch sonst italienische Ausdrücke in deutschen Redensarten gebräuchlich wurden (z.B. 'In petto haben', 'Fiasko machen'), so kann dies natürlich auch hier geschehen sein.
3. a Die größte Wahrscheinlichkeit für sich hat die Herleitung von Pandektenzitaten, die von den mittelalterlichen Glossatoren mit dem griechischen Buchstaben pi (p) gekennzeichnet wurden. Beim Hinausziehen der senkrechten Striche über den Querbalken dieses Buchstabens ergab sich ein zweifaches f.
b Man hat auch an ein etwas verzogenes D gedacht, das, zum Zeichen der Abkürzung mit einem Querstrich versehen, von neueren Abschreibern und Herausgebern missverstanden und in ff verwandelt worden sein kann. Dieses D meinte die Digesten, den Hauptteil des 'Corpus juris civilis'.
Die Glossatoren des 11. -15. Jahrhunderts und noch die Juristen des 16. Jahrhunderts zitierten jedenfalls die Pandekten mit ff, und diese Zitierung findet sich sogar noch in Schriften des 18. Jahr-
hunderts.
Aus diesem 'ff' schöpfte der Jurist also ehemals sein Wissen; es war Quelle und Bürge gesicherten Wissens, denn was aus den Pandekten belegt ist, hatte als zuverlässig und gründlich zu gelten. Später erweiterte sich die Bedeutung der Redensart auch auf andere Lebensbereiche; heute bezeichnet sie allgemein einen hohen Grad von Zuverlässigkeit und Gründlichkeit.
Mundartlich verbreitet ist: einen aus dem Effeff verhauen: ihn tüchtig verdreschen; ebenso Prügel aus dem Effeff; elsässisch 'Dies ist einer us dem FF', ein Pfiffikus; schwäbisch 'Er pfeift aus dem FF', er wird bald sterben.
Ganz modern wird ff auch als scherzhafte Abkürzung für 'Viel Vergnügen!' gebraucht.
Quelle: www.wer-weiss-was.de/theme143/...
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