Also vom Haupteingang links rum führt die Strasse einen ansehlichen Buckel hoch, den Koinboin gestern morgen erkundet hat. Oben am Gipfel steht ein kleines Fachwerkhäuschen als Unterstand für Wengenter und Wanderer. Die Fahrt verlief recht ordentlich, unterbrochen von von hinten kommenden Autofahrern. Rechts ran, angehalten und erst weitergefahren, wenn Auto vorbei. Der asphaltierte Teil wird links und rechts von sandigen Streifen begleitet. Da muss Koinboin höllisch aufpassen, um nicht zu versteuern, denn allein kommt er da, ohne fremde Hilfe, nicht raus.
Mathilde hatte gemeint, nur mit ihrer Hilfe käme Koinboin die Schräge wieder runter. Ist ganz stolz, weil Koinboin das allein geschafft habt.
Ein Handy müsse her, um Hilfe herbeirufen zu können. Das braucht Koinboin nicht, ist kein Hasardeur.
Die Runterfahrt vom Fachwerkunterstand war dann doch nichts besonderes, ausser die vielen Pferdehaufen auf Strasse und Bürgersteig, verursacht durch viele Ponys von den Ponyhöfen, wo sich die Kinder austoben können.
Eine neugierige Schweschter hat Koinboin ausgefragt, wo er denn so rumkutschieren würde. Koinboin hat’s ihr erzählt, sie war über so viel Initiative erstaunt. Scheinbar werden hier alle als hilflose Krüppel eingeschätzt. Koinboin ist in einer AldenFrauenHorde sowieso der Jüngste und wird scheinbar oft unterschätzt. Ausser Bett machen und dann die zweitägige Einreibeprozedur, das ist Alles, was die Schweschtern Koinboin antun dürfen.
Direkt nach dem Mittagessen (Leipziger Allerlei) ist Koinboin wieder los.
Der Weg führte Koinboin gewissermassen am Stadtrand, hinter den Villen vorbei in die Weinberge. Alles asphaltiert, zu Koinboins Vorteil, wenig belebt, nur Wanderer unterwegs. Koinboin fällt auf, dass Viele mit Wägelchen unterwegs sind. Hab und Gut zum Vespern und in der Wildnis Hockete machen, scheint das Ziel, scheinbar eine neue Masche, bestimmt wieder ein Trend aus Amerika.
Koinboin ist dann immer weiter in die Weinberge reingefahren, in der Hoffnung eine Abfahrt zur Rückkehr zu finden. Aber Pustekuchen, nicht zu machen, der Weg war kurvig und ansteigend, aber auch mit Blick in die Ferne unübersichtlich. Also nach dem Motto, doppelt genäht hält besser, wieder den Weg zurück. Erst da ist mir aufgefallen, dass vor den Weinbergen Datschen
(= Wochenendhäuschen) angelegt sind.
Alles im allen, eine tolle Sache: E-Rolli-Ausflug-fahren.
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Hinterfrager: Was war eigentlich die schönste Zeit in Ihrem Leben?
Koinboin: Meine Urlaubsreisen in der Zeit neunundsiebzig bis sechsundachtzig ans Schwarze Meer und auf die Kanaren.
Hinterfrager: Und was war die schwierigste Phase?
Koinboin: Alle anderen Phasen bis zu meinem Achtundsechzigsten.
Hinterfrager: Was ist denn mit achtundsechzig passiert?
Koinboin: Von da an ging es leichter.
Hinterfrager: Wieso das?
Koinboin: Weil ich älter wurde.
Hinterfrager: Auch selbstbewusster?
Koinboin: Nein, älter.
Hinterfrager: Können Sie das nicht etwas konkreter umschreiben?
Koinboin: Na, ich war weniger doof, weniger dusselich, weniger ahnungslos, auch weniger verwirrt.
Hinterfrager: Was hat Sie so verwirrt im Leben?
Koinboin: Alles.
teilweise nach: www.lukesch.ch/Text...
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Auf dem höchsten Berg auf Santorin in der Ägäis, dem Profitis Ilias, steht das unbewohnte Kloster gleichen Namens. Wenn man die Kirche betritt, fällt einem sofort das Ticken einer Uhr auf. Tatsächlich hängt dort eine Kuckucksuhr, deren Schlagwerk stillgelegt ist.
Wie Koinboin so über die Uhr und deren Ticken nachdenkt, hört er plötzlich die Worte: Warum kommst du erst jetzt zu mir?
Koinboin ist geschockt. Tatsächlich hat er den Besuch immer wieder verschoben.
Der Gedanke an dieses Ereignis hat Koinboin bis heute immer wieder beschäftigt, verbunden mit der Frage: Wer hat damals zu Koinboin gesprochen?
Begleitet wurden abends beim Einschlafen die Gedanken an dieses Ereignis mit roten feuersturmartigen Bildern. Monatelang.
Tagsüber war ein Gefühl spürbar als wenn etwas auf Koinboins linker Schulter sitzt. Koinboin hat es so empfunden oder sich eingeredet: Das ist Koinboins Schutzengel...
*) siehe auch lt. wikipedia: Schutzengel
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