Donnerstag, 19. Februar 2009
Brötchen-ungebacken-Knubbel
Koinboin in Bad Urach zur medizinischen Rehabilitation.

Lecker Frühstück. Vierer-Tische mit weissen Tischdecken. Buffet für Vollkostler und Diabetiker.

Zur Auswahl stehen verschiedene Brotsorten, Brötchen, Butter, Margarine, Wurst, Käse, Marmelade, u.v.a.; Service-Personal hilft und bringt das Ausgewählte an den jeweiligen Stammplatz.

Koinboin gegenüber sitzt eine ältere Frau, nicht Dame, handhabt irgendwie verunsichert Messer und Brötchen, fühlt sich beobachtet. In Wahrheit beobachtet sie ihre Umgebung. So auch Koinboin.

Koinboin zerlegt ein Brötchen, sein Gegenüber kriegt Stielaugen als Koinboin den sich gebildeten Brötchen-ungebacken-Knubbel in das für Frühstücksabfall bestimmte Behältnis steckt.

Das habe sie ihr lebtaglang noch nicht gesehen, sagt die ältere Frau streng. Koinboin markiert den Ahnungslosen und fragt, was denn gemeint sei.

Man könne doch den Brötchen-ungebacken-Knubbel nicht einfach wegwerfen, meint streng die ältere Frau.

Koinboin kommt langsam in Fahrt und fragt, ob er den Brötchen-ungebacken-Knubbel etwa in die Hosentasche stecken solle.

Nein, den Vögeln mitbringen, meint die strenge ältere Frau.

Koinboin ist verunsichert, beobachtet Leute an anderen Tischen, die den Brötchen-ungebacken-Knubbel auch nicht in die Hosentasche stecken, sondern in das Abfallbehältnis.

Koinboin zu sich, du musst die Alte beobachten, wie die das macht. Und jetzt kommt's.

Die strenge ältere Frau schneidet ihr Vollkornbrötchen auseinander, es bildet sich ein Vollkornbrötchen-ungebacken-Knubbel, den die strenge ältere Frau genussvoll, weil sie weiss, dass sie von Koinboin beobachtet wird, in das Brötchen hineinknetet, und hineinknetet...

Koinboin ist fertig mit frühstücken, verabschiedet sich artig, macht das Winston Churchillsche Victory-Zeichen und rollt mit seinem Rolli - unter Mitnahme eines zweiten Frühstücks, einem Joghurt - dem Ausgang entgegen.

Auch nach dieser Lehrstunde steckt Koinboin den Brötchen-ungebacken-Knubbel in ein Abfallbehältnis. Sollen sie, die Bäcker, doch ihr Handwerk unbeanstandet ausüben, dann gibt's auch keine ...

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Mittwoch, 18. Februar 2009
Koinboins Holzhackerei...
Wer sich ständig auf sein Recht beruft, wird sich ja wohl nicht ernsthaft wundern, wenn irgendwann mal das entsprechende Echo kommt, oderr?! Das ist doch das natürlichste der Welt: Actio = Reactio! Irgendwann wird der Frömmste, der immer die Backe, wenn auch die Arschbacke hinhält, auch mal zurück schlagen.

Koinboin war schon in der Lehre, also etwa 1955. Es gab zu Mittag, gewissermassen als Vorspeise eine klare Hühnersuppe, sozusagen mit ohne. Koinboin schnappt sich die Maggiflasche und färbt seine Hühnersuppe bräunlich ein. Vater das sehen, aber zu spät, Koinboin war schon fertig mit Einwürzen.
Vater spricht ernsthaft mit sonst nicht üblicher tiefer Stimme, von wegen delikatem Hühnersuppengeschmack, Banause, kein Gourmet, hier Maggi nicht angebracht, blablabla...

Koinboin muss jedesmal, wenn er die Maggiflasche benutzt, an diese Geschichte denken.

Kaum zu glauben, aber am gleichen Tag schickt Vater Koinboin Koinboin wegen einer Nichtigkeit als Strafe Samstag nachmittags bei minus 25 Grad Celsius auf den Hinterhof zum Holzhacken.

Auf dem Hof hat sich's Koinboin gemütlich gemacht und sich Holz gehackt, ein Feuer angezündet und die Holzscheite verbrannt. Am wärmenden Feuer hat sich Koinboin die Hände gewärmt und blickt zum Küchenfenster. Wer glozt zum Fenster heraus. Vater, hämisch grinsend.

Koinboin zu sich: Warte, ich krieg dich und nimmt die Holzhackerei wieder auf.

Vater glozt immer noch.

Mit gewaltigem Schwung schlägt Koinboin mit der Axt so auf den Holzblock, daß die Schneide haarscharf hinter dem Holzblock landet und der Stiel krachend abbricht.

Weil keine zweite Axt oder Beil vorhanden war, war somit die Arbeit im Eiskalten beendet.

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Dienstag, 17. Februar 2009
Koinboins Sammelsurium (1)
lt. wikipedia: Als Sammelsurium wird heutzutage eine ungeordnete, unsystematisch angelegte Sammlung bezeichnet.
Das Wort stammt ursprünglich aus kulinarischem Kontext; das niederdeutsche sammelsur, das nach dem gleichen Muster wie swartsur gebildet wurde, bedeutet so viel wie "saures Gericht aus gesammelten Speiseresten". Im 18. Jahrhundert wurde diese Bezeichnung mit abfälligem Unterton verwendet; unter einem sammelsur verstand man nun eine ekelhafte Gemüsemischung.

Spanische Gaunerei

Auf Gran Canaria. Koinboin kauft am Hotelempfang Briefmarken für 400 Peseten und bezahlt mit einem 1000-Pesetenschein.

Koinboin soll 600 Peseten zurückbekommen.

- Also, auf geht's 600 - 700 - 800 - 900 - 1000 Peseten zurück.

Durch diesen Trick erhält man - wenn unaufmerksam - anstelle 600 nur 500 Peseten zurück.

Nur unter grossem Theatergeschrei konnten die zu Unrecht einbehaltenen 100 Peseten losgeeist werden. Deshalb merke: Es ist garnicht so einfach ein Stachelschwein in den Arsch zu beissen...

Der Trick ist international, funktiert mit jeder Stückelung und Währung.


Kein Verhörer, aber ein Verleser: Als ich lesen gelernt habe, habe ich mich einige Monate lang immer gefürchtet, wenn wir zum Einkaufen ins Gewehrgebiet gefahren sind. Dass auf dem Schild Gewerbegebiet stand, habe ich zum Glück dann doch irgendwann entziffert, bevor ich mich als Angsthase geoutet hatte.
Quelle: http://pauleswelt.wordpress.com/...

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