Samstag, 28. Februar 2009
Frühstücks- und Mittagstischweiche
langhans, 05:06h
Koinboins Super-Erlebnistag ist nun vorbei
Ohne das Koinboin sich intensiv mit dem ausgebauten (im Sinne von erweitert) Rollstuhl - ohne Fahrtraining - beschäftigen konnte, wollten penetrant hartnäckige Mitbewohner, alles wissen: wie schnell ist das Fahrzeug, wie lange hält der Akku,... Was machen Sie, wenn Sie einen Platten haben? ...
Koinboins Vorschlag, alle Fangfragen am nächsten Tag zu beantworten, wurde widerwillig zugestimmt. Der reinste Neid und grosse Ungeduld triefte ihnen aus den Augen. - Scheinen alle was an der Schildkröte sorry Schilddrüse zu haben.
Koinboin hat, um dem ganzen Theater die Spitze zu nehmen bzw. aus dem Weg zu gehen, zum Mittagstisch einen Schlapphut aufgesetzt. Jetzt war der Schlapphut und das sich darunter befindliche Gesicht das Gesprächsthema. Man sollte nicht glauben, wie leicht sich Leute manipulieren lassen.
Um eine größere Veranstaltung durchführen zu können, wird der Betrieb im Speisesaal und in der Caferteria für einen Tag eingestellt und in andere Räumlichkeiten verlegt.
Da jetzt keine Sitzordnung vorgegeben ist, sind die freien Plätze vorgedeckt; Tasse, Glas, Butter oder Margarine, Marmelade verschiedener Auswahl usw.
Jetzt geht's los.
- Sie können sich hinsetzen wo sie wollen.
- Früher bin ich da gesessen, aber jetzt sitzt da schon jemand.
- Ich hab Orangensaft, will aber nur Mineralwasser.
- Warum hab' ich noch keinen Kaffee, der da drüben hat schon Kaffee?
- Warum steht da kein Stuhl? Das ist doch mein Platz, da bin ich früher immer gesessen.
- Warum krieg ich kein Glas, ich trinke morgens immer Wasser?
- Die anderen haben ein Joghurt, ich aber nicht.
- Ich hab drei Honig, brauche aber vier.
Eine kleine Auswahl. Ungeduld, Neid und Egoismus geben sich die Hand.
Auffallend war, dass alle Tische zuerst nur jeweils mit einer Person besetzt war. Die reine Platzangst gegenüber Mitbewohnern. Wenn man so eng aufeinanderhockt, weiss man viel zu viel über den anderen, gewollt oder nicht, Stasi oder nicht, man grenzt sich ab und daher die Unsicherheit, jeder will in seiner gewohnten Umgebung bleiben.
Abweichung von Thema: Koinboin wollte seine Schlüssel von seiner alten Wohnung da abgeben, wo er sie gegen Unterschrift abgeholt hatte. Wurde aber an des Chefs Assistentin verwiesen. Koinboin müsse mit ihr eine Wohnungsbegehung machen, denn es hätte schon Fälle gegeben, wo Leute Kühlschränke, Kloschüsseln u.a. beim Auszug mitgenommen hätten, weil keine Wohnungsbegehung stattgefunden hätte.
Mit diesen Informationen ausgerüstet hin zur Assistentin und Termin holen. Aber es geht anders aus als Koinboin dachte. Keine gemeinsame Wohnungsbegehung; mein Einwand, ich könne doch eine Kloschüssel entfernt haben, wurde nicht akzeptiert, lachend meinte sie, dann käme sie persönlich und würde in meiner jetztigen Wohnung die Kloschüssel ausbauen. Toll, konnte mein Anliegen durchführen und die Schlüssel abgeben, Hauptsache Koinboin ist sie los, die Schlüssel.
Nun zurück zum Ausweichmanöver. Mittagstisch. Jetzt waren die Essensplätze, wie gewohnt, numeriert. Alles lief wie gewohnt in geregelten Bahnen. Das schwäbische Nationalgericht Linse un Schpätzle mit einem Paar Saiten(wurscht) gab's.
- Aschermittwoch
- Geburtstag der ältesten Tochter Sabine
- Koinboins Rollstuhl wurde mit dem Elektroantrieb max-e ausgerüstet
- Umzug vom Hochhaus ins Parterre des Atrium
Ohne das Koinboin sich intensiv mit dem ausgebauten (im Sinne von erweitert) Rollstuhl - ohne Fahrtraining - beschäftigen konnte, wollten penetrant hartnäckige Mitbewohner, alles wissen: wie schnell ist das Fahrzeug, wie lange hält der Akku,... Was machen Sie, wenn Sie einen Platten haben? ...
Koinboins Vorschlag, alle Fangfragen am nächsten Tag zu beantworten, wurde widerwillig zugestimmt. Der reinste Neid und grosse Ungeduld triefte ihnen aus den Augen. - Scheinen alle was an der Schildkröte sorry Schilddrüse zu haben.
Koinboin hat, um dem ganzen Theater die Spitze zu nehmen bzw. aus dem Weg zu gehen, zum Mittagstisch einen Schlapphut aufgesetzt. Jetzt war der Schlapphut und das sich darunter befindliche Gesicht das Gesprächsthema. Man sollte nicht glauben, wie leicht sich Leute manipulieren lassen.
Um eine größere Veranstaltung durchführen zu können, wird der Betrieb im Speisesaal und in der Caferteria für einen Tag eingestellt und in andere Räumlichkeiten verlegt.
Da jetzt keine Sitzordnung vorgegeben ist, sind die freien Plätze vorgedeckt; Tasse, Glas, Butter oder Margarine, Marmelade verschiedener Auswahl usw.
Jetzt geht's los.
- Sie können sich hinsetzen wo sie wollen.
- Früher bin ich da gesessen, aber jetzt sitzt da schon jemand.
- Ich hab Orangensaft, will aber nur Mineralwasser.
- Warum hab' ich noch keinen Kaffee, der da drüben hat schon Kaffee?
- Warum steht da kein Stuhl? Das ist doch mein Platz, da bin ich früher immer gesessen.
- Warum krieg ich kein Glas, ich trinke morgens immer Wasser?
- Die anderen haben ein Joghurt, ich aber nicht.
- Ich hab drei Honig, brauche aber vier.
Eine kleine Auswahl. Ungeduld, Neid und Egoismus geben sich die Hand.
Auffallend war, dass alle Tische zuerst nur jeweils mit einer Person besetzt war. Die reine Platzangst gegenüber Mitbewohnern. Wenn man so eng aufeinanderhockt, weiss man viel zu viel über den anderen, gewollt oder nicht, Stasi oder nicht, man grenzt sich ab und daher die Unsicherheit, jeder will in seiner gewohnten Umgebung bleiben.
Abweichung von Thema: Koinboin wollte seine Schlüssel von seiner alten Wohnung da abgeben, wo er sie gegen Unterschrift abgeholt hatte. Wurde aber an des Chefs Assistentin verwiesen. Koinboin müsse mit ihr eine Wohnungsbegehung machen, denn es hätte schon Fälle gegeben, wo Leute Kühlschränke, Kloschüsseln u.a. beim Auszug mitgenommen hätten, weil keine Wohnungsbegehung stattgefunden hätte.
Mit diesen Informationen ausgerüstet hin zur Assistentin und Termin holen. Aber es geht anders aus als Koinboin dachte. Keine gemeinsame Wohnungsbegehung; mein Einwand, ich könne doch eine Kloschüssel entfernt haben, wurde nicht akzeptiert, lachend meinte sie, dann käme sie persönlich und würde in meiner jetztigen Wohnung die Kloschüssel ausbauen. Toll, konnte mein Anliegen durchführen und die Schlüssel abgeben, Hauptsache Koinboin ist sie los, die Schlüssel.
Nun zurück zum Ausweichmanöver. Mittagstisch. Jetzt waren die Essensplätze, wie gewohnt, numeriert. Alles lief wie gewohnt in geregelten Bahnen. Das schwäbische Nationalgericht Linse un Schpätzle mit einem Paar Saiten(wurscht) gab's.
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kelef,
Samstag, 28. Februar 2009, 06:48
da sind sie ja wieder. das liest sich alles recht gut, obwohl, wenn ich mir vorstelle wie da in alde halde die bewohner mit abgeschraubten toiletteschüsseln unter dem arm herumlaufen, nun ja.
und wie wohnt es sich zu ebener erde?
und wie wohnt es sich zu ebener erde?
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