Koinboin war schon in der Lehre, also etwa 1955. Es gab zu Mittag, gewissermassen als Vorspeise eine klare Hühnersuppe, sozusagen mit ohne. Koinboin schnappt sich die Maggiflasche und färbt seine Hühnersuppe bräunlich ein. Vater das sehen, aber zu spät, Koinboin war schon fertig mit Einwürzen.
Vater spricht ernsthaft mit sonst nicht üblicher tiefer Stimme, von wegen delikatem Hühnersuppengeschmack, Banause, kein Gourmet, hier Maggi nicht angebracht, blablabla...
Koinboin muss jedesmal, wenn er die Maggiflasche benutzt, an diese Geschichte denken.
Kaum zu glauben, aber am gleichen Tag schickt Vater Koinboin Koinboin wegen einer Nichtigkeit als Strafe Samstag nachmittags bei minus 25 Grad Celsius auf den Hinterhof zum Holzhacken.
Auf dem Hof hat sich's Koinboin gemütlich gemacht und sich Holz gehackt, ein Feuer angezündet und die Holzscheite verbrannt. Am wärmenden Feuer hat sich Koinboin die Hände gewärmt und blickt zum Küchenfenster. Wer glozt zum Fenster heraus. Vater, hämisch grinsend.
Koinboin zu sich: Warte, ich krieg dich und nimmt die Holzhackerei wieder auf.
Vater glozt immer noch.
Mit gewaltigem Schwung schlägt Koinboin mit der Axt so auf den Holzblock, daß die Schneide haarscharf hinter dem Holzblock landet und der Stiel krachend abbricht.
Weil keine zweite Axt oder Beil vorhanden war, war somit die Arbeit im Eiskalten beendet.
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